Die Zellwand

(von Anna, Fabian, Nils)

Die Zellwand umgibt den Inhalt der pflanzlichen Zelle und verleiht dieser eine feste Form. Während eines Zelllebens durchläuft die Zellwand mehrere unterschiedliche Bildungsprozesse. Eine tierische Zelle besitzt keine Zellwand
und ist daher nicht so stabil.

1. Aufbau


Die Zellwand besteht aus mehreren Schichten, die sich im Laufe eines Zelllebens bilden. Der Baustoff ist Cellulose, ein Polysaccharid, das aus Glucose aufgebaut wird. Die Cellulose Moleküle sind zu Mikrofibrillen angeordnet. Die Zellwand wird bei der Teilung einer Zelle neu gebildet. Sie bleibt in Form der Mittellamelle in der fertig ausgebildeten Zellwand erhalten. Von der Mittellamelle aus bilden sich in beide Zellen, durch Anlagerungen von Mikrofibrillen, neue Membranschichten.
Die erste Anlagerung der Mikrofibrillen bildet die Primärwand. Nach der Fertigstellung der Primärwand setzt ein weiterer Prozess, das Dickenwachstum, ein. Aus diesem geht die Sekundärwand hervor. Die Schicht, die zum Ende des Wachstums angelagert wird, ist die Tertiärwand.

1.1 Primärwand


Die Primärwand bildet sich im Wachstumsstadium der Zelle. Sie entsteht durch Auflagerungen von Mikrofibrillen auf die Mittellamelle, jedoch sind diese Mikrofibrillen regellos gelagert, das heißt sie bilden eine Streuungstextur. Da die Zelle sich im Wachstum befindet dehnt sich die Zellwand, und damit auch die neu aufgelagerte Primärwand, dieser Vorgang wird als Flächenwachstum bezeichnet. Die aus dem Flächenwachstum resultierende plastische Dehnung führt zu einer Wandverdünnung, welche durch Auflagerung neuer Fibrillennetze ausgeglichen wird. Dieser Prozess hält solange an bis die Zelle ihre endgültige Größe erreicht hat.

1.2 Sekundärwand


Die Sekundärwand entsteht durch das Dickenwachstum der Zellwand. Dieser Prozess setzt ein, nachdem die Primärwand fertig gestellt wurde. In der Sekundärwand werden die Mikrofibrillen parallel und beiderseits aufgelagert, aber auch teilweise gekreuzt, sodass eine Paralleltextur entsteht. Diese Paralleltextur verleiht der Zelle eine starre, feste Form und verhindert die Dehnbarkeit der Zelle. Die Sekundärwand macht den Hauptteil der Zellwand aus.

1.3 Tertiärwand


Als Tertiärwand wird die zuletzt aufgelagerte Schicht bezeichnet. In ihr wird mithilfe von Lignin eine "Verholzung" hervorgerufen. Diese "Verholzung" führt zu weiterer Zellstabilität. Man nennt die Tertiärwand auch Abschlusslamelle.

2. Funktion


Die Zellwand hat zwei wesentliche Aufgaben. Dazu gehört zum Einen, dass die Zellwand die Funktion hat den lebenden Inhalt der Pflanzenzelle (Protoplasten) nach außen hin abzugrenzen und so verhindert, dass die Zelle zu viel Wasser aufnimmt, sich ausdehnt und anschließend platzt. Zweitens festigt sie die Zelle als Einzelnes und sorgt so für die Stabilität verschiedener Pflanzenteile oder, abhängig von der Pflanze, sogar die Stabilität der ganzen Pflanze.

Zellwand.jpg


















3. Quellenangaben


1. DUDEN: Abitur Biologie - Basiswissen Schule . S.82
2. Schroedel: Cytologie - Materialien für den Sekundarbereich II - Biologie . S.24-25
3. Schroedel: Zellbiologie - "Grüne Reihe" - Materialien SII . S.36

4. Quiz

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